Gedenktag an die Plünderung Roms

Am 6. Mai werden im Vatikan traditionell die neuen Schweizergardisten vereidigt. Dieses Datum erinnert an die Plünderung Roms, den «sacco di roma» von 1527. Dieses Jahr wurden bei der Kranzniederlegung auch zwei Urner geehrt.

Bei den Kämpfen im Vatikan vom 6. Mai 1527, wo Söldner Karls V. den Papst angriffen, fielen 147 Schweizergardisten für den Schutz des Papstes. Im Gedenken an sie werden jeweis die neuen Gardisten unter Eid gestellt. Vor zwei Jahren, also am 6. Mai 2018, legten auch die beiden Urner Tobias Renner und Sandro Sigrist den Eid ab «Treu, redlich und ehrenhaft zu dienen dem regierenden Papst Franziskus und seinen rechtmäßigen Nachfolgern, und mich mit ganzer Kraft für sie einzusetzen, bereit, wenn es erheischt sein sollte, selbst mein Leben für sie hinzugeben.» Dieses Jahr wurde die Vereidigung auf den 4. Oktober verschoben. Trotzdem ging am 6. Mai die feierliche Kranzniederlegung zu Ehren der gefallenen Kameraden vonstatten. Besondere Verdienste wurden anlässlich dieser Gedenkfeier gewürdigt. Tobias Renner, der im Februar zum Vizekorporal befördert wurde, und weitere treue Kameraden, darunter Sandro Sigrist aus Silenen, wurde die päpstliche Verdienstmedaille «bene merenti» («dem Wohlverdienten») verliehen. Diese Auszeichnung dürfte vor allem bei Kirchenchorsängern bekannt sein. Nach fünfzig Jahren aktivem Mitsingen kann sie ebenfalls verliehen werden. Tobias Renner leistet seit Oktober 2017 Dienst im Korps der Schweizergardisten. Zur Verdienstmedaille gratulieren wir beiden Urnern ganz herzlich und wünschen ihnen weiterhin alles Gute und viel Freude im Dienst des Heiligen Vaters.