Pfingst-Novene in verschiedenen Sprachen

Bald feiern wir Pfingsten, das Geburtsfest der Kirche, die Herabkunft des Heiligen Geistes. Wir laden Sie ein, während neun Tagen den Heiligen Geist zu erbitten. Dieses Jahr in zehn verschiedenen Sprachen.Die Apostelgeschichte schildert in beeindruckender Weise, was damals an Pfingsten in Jerusalem geschah:

Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben. … Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. … Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.“
Apg 1,13f.2,1-6

Die Apostel und die Frauen zogen sich nach der Himmelfahrt Jesu in jenen Raum zurück, wo Jesus mit ihnen das letzte Abendmahl feierte. Dort erschien er ihnen auch nach seiner Auferstehung. Alle waren tief bewegt durch die Begegnungen mit dem Auferstandenen. Jetzt war er in den Himmel zurückgekehrt. Aber nicht, ohne ihnen einen Auftrag zu geben: „Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet!“ (Lk 26,49). Was sollte das bedeuten? Es blieb ihnen also nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu beten.

In einer ähnlichen Situation sind wir auch in diesen Tagen. Etwas verunsichert, am Anfang fast hilflos, warteten wir ab, was als nächstes kommt. Gehen die Geschäfte wieder auf? Was ist mit der Arbeit? Werde ich vielleicht selber krank? Die Apostel wählten den Weg, den Jesus ihnen gewiesen hatte. Sie anvertrauten sich Gott, ihrem Vater im Himmel und beteten. Welche Gebete genau, das überliefert die Schrift nicht. Es waren aber sicher das Vaterunser, Loblieder und Psalmen mit dabei.

Die Tradition der Kirche kennt das „Novenen-“ oder „Neuntage-Gebet“. Während neun Tagen bittet man in besonderen Anliegen um den Beistand Gottes. Die Pfingstnovene ist eine von vielen Varianten dieser Gebetsform. Gemeinsam mit Ihnen allen wollen wir dieses Jahr eine Pfingstnovene beten. Jeder und jede zu Hause in seinem eigenen „Obergemach“, zusammen mit der Familie.

Die „Pfingstnovene 2020“ lädt dazu ein, in verschiedenen Sprachen zu beten. Jeden Tag in deutscher Sprache, abwechselnd in Sprachen aus aller Welt. Die Gebetseinladung kann hier heruntergeladen werden, auch in einer Version nur in deutscher Sprache. In der Pfarrkirche liegen mehrere Novenen zum Mitnehmen bereit. Die Vorlage wurde vom liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz zu Verfügung gestellt. Die „Pfingstnovene zum Heiligen Geist“, eine weitere Möglichkeit, die Novene zu beten, finden Sie hier.

Alle Dokumente zum Download:

Pfingstnovene in zehn Sprachen (PDF)
Pfingstnovene nur Deutsch (PDF)
Pfingstnovene zum Heiligen Geist (PDF)

Ebenfalls im Schriftenstand sind bunte Couverts. Sie laden ein, für die Jugendlichen zu beten, die sich auf die Firmung vorbereiten. Begleiten Sie während der Sommerzeit diese Jugendlichen persönlich durch Ihr Gebet.